Archäologische Funde mit Hilfe von modernen Metallsuchgeräten
Es ist immer wieder aufregend und faszinierend zugleich, wie uns die Jahrtausende alte Geschichte verfolgt und von Zeit zu Zeit einholt. Jüngstes Beispiel ist hier der Golfbauplatz von Samih Sawiris im schweizerischen Ort Andermatt im Kanton Uri. In dem neuen Feriendorf des ägyptischen Großunternehmers haben Archäologen wertvolle Gegenstände und Geräte aus Bergkristall sowie römische Münzen und Metallgegenstände aus dem Mittelalter gefunden. Die meisten hier zu Tage geförderten, steinzeitlichen Gegenstände stammen bereits aus der Zeit um 600 v. Chr. Um diese Funde aufzuspüren, ist natürlich ein entsprechendes Metallsuchgerät ein sehr nützliches und unersetzliches Utensil. Mit seiner Hilfe können heute geschichtliche Ereignisse und steinzeitliche Lebensweisen rekonstruiert und wertvolle Details sicher gestellt und untersucht werden.
Unter Zuhilfenahme dieser Suchgeräte oder Metalldetektoren haben Forscher und Archäologen bereits in den 1970er-Jahren herausgefunden, dass – scherzhaft ausgedrückt – selbst Fred Feuerstein und Barney Geröllheimer schon wussten, was Güterfernverkehr ist. Man entdeckte dabei nämlich, dass schon in der Jungsteinzeit Kupfer vom Balkan bis ins heutige Bayern transportiert wurde – für damalige Verhältnisse eine logistische Meisterleistung.
Unzählige, mittels Metallsuchgeräten geborgene Artefakte aus grauer Vorzeit, geben den Forschern heute noch Rätsel auf. Dabei treten Werkzeuge und Technologien zu Tage, die man niemals für möglich gehalten hätte. Bekannt geworden ist bei dieser Gelegenheit nämlich auch, dass die heute so modernen Mitteleuropäer damals, vor tausenden von Jahren, keineswegs so fortschrittlich waren und der technischen Entwicklung anderer Völker weit hinterher hinkten.
Trotzdem gibt es den einen oder anderen spektakulären Fund in großen deutschen Städten zu bewundern. So hat man beispielsweise beim Bau der Kölner U-Bahn die Reste einer Kaimauer aus römischer Zeit entdeckt. Dabei kamen zusätzlich auch zahlreiche Kleinteile, Werkzeuge und Fragmente ans Licht, die man ohne tiefgreifende Informationen, technische Hilfsmittel und Suchgeräte niemals so schnell gefunden hätte.
Doch längst nicht alle alten Funde oder Ausgrabungen sind derart aufregend und von hochwissenschaftlichem Interesse, soviel steht fest. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass so manch fleißiger Bauer oder enthusiastischer Hobbygärtner auf seinem Grund und Boden fündig wird und eine archäologischen „Schatz“ zu Tage fördert. Neben Tonscherben und alten keramischen Gefäßen, lassen sich mittels eines passenden Suchgerätes natürlich auch metallene Werkzeuge oder Speere, Silber- oder Bronzemünzen, Kunstgegenstände oder wertvolle Grabbeigaben finden, die einen Rückblick in längst vergangene Tage möglich machen.
Allerdings sei an dieser Stelle noch ein Wort zu Verantwortung und Vorsicht im Umgang mit Metallsuchgeräten erlaubt. Zwar ist es keineswegs verboten, mit einem derartigen, nützlichen Hilfsmittel so zusagen auf „Schatzsuche“ zu gehen, dennoch bedeutet das nicht, dass man alles, was man findet als persönliches Eigentum betrachten und behalten oder gar verkaufen darf. Fakt ist jedenfalls unbestritten, das Metalldetektoren viel zur Geschichtsforschung beigetragen haben. Mit Schaufel, Pickel und Metallsuchgerät bewaffnet haben viele private „Hobby-Schatzsucher“ die verantwortungsvolle Aufgabe der Bodendenkmalämter zum Schutz archäologischer Kulturgüter unterstützt und damit zur geschichtlichen Wahrheitsfindung beigetragen. Sie sind damit sozusagen das Rückgrat des Denkmalschutzdienstes. Ohne sie wäre diese schwierige Aufgabe auf keinen Fall zu bewältigen. Dennoch treten bei unerlaubten Raubgrabungen immer wieder skrupellose Kunsthändler auf den Plan, die wertvolle Funde privat verkaufen oder außer Landes schaffen. Dass ist als kriminelle Piraterie anzusehen und wird in jedem Fall strafrechtlich verfolgt.
Die weitaus meisten Besitzer eines Metallsuchgerätes werden jedoch verantwortungsbewusst mit diesem nützlichen Hilfsmittel umgehen und sich daran erfreuen, mit ihrem spannenden Hobby die archäologische und wissenschaftliche Arbeit der Denkmalpfleger zu unterstützen. Fest steht, dass schon so mancher im Wald, einer Wiese oder einem Acker Bruch- und Fundstücke ausgegraben hat, die uns heute noch Rätsel aufgeben. Natürlich ist hier bei weitem nicht jeder Fund als wissenschaftlich wertvoll und wichtig anzusehen. Auch Gold- und Silberbarren oder andere Edelmetalle liegen nicht dicht gesät auf Feldern und in Vorgärten herum. Trotzdem sind kleine Wunder möglich und keineswegs auszuschließen, vorausgesetzt natürlich, man hat das richtige Hilfsmittel.
Sie suchen nach Schmuck nicht immer unbedingt mit einem Metallsuchgerät? Dann finden Sie hier z. B. edlen Magnetschmuck.
