Erste Schritte

Sie möchten gerne auf Spurensuche in die Vergangenheit gehen und interessieren sich für Exkursionen mit einem Metallsuchgerät, auch Schatzsuchgerät genannt? Dann sind Sie auf dieser Seite richtig. In einem kurzen Crash-Kurs werden wir Sie mit den wichtigsten Einsteigerinformation zum Thema sondeln (wie die Suche mit einem Metallsuchgerät genannt wird) versorgen.

1. Der Anfang

Besonders wichtig ist, nicht gleich in die Schatzsuche einsteigen zu wollen, sondern das mögliche neue Hobby mit Ruhe und Bedacht anzugehen. Sie sollten sich dazu als erstes in unserem Menüpunkt Technik über das Metallsuchgerät und weiteres erforderliches Equipment informieren.

2. Vorsicht vor gefährlichen Funden

Das Wichtigste beim Suchen mit einem Detektor ist es jedoch, sich vorher eingehend in Fachforen über mögliche Fundobjekte zu informieren. Im Boden liegen noch Altlasten von zwei Weltkriegen, die nach wie vor eine unmittelbare Bedrohung darstellen. Schon ein falscher Schlag mit dem Spaten kann verheerende Auswirkungen haben. Oft sind Gefährliche Objekte von Laien nicht erkennbar und werden unwissend sogar mit in die Wohnung transportiert und im schlimmsten Fall sogar noch mit Werkzeugen bearbeitet. Es reicht nicht aus, sich nur ein paar Stunden oder gar Minuten in die Thematik einzulesen. Funde von Munition treten häufiger auf als Sie denken. Im Falle eines Auffindens von Fundmunition muss umgehend der Kampfmittelräumdienst verständigt werden, der dann das weitere Umfeld mit speziellen Metalldetektoren nach weiteren Sprengstoffen absucht.

3. Orte zum Sondeln

Um wirklich in Ruhe und ohne Probleme auf Schatzsuche zu gehen, sollten Sie sich für ein Privatgrundstück möglichst im Ausland entscheiden, auf dem Ihnen das Suchen mit ihrem Metallsuchgerät ausdrücklich gestattet ist. In Deutschland ist es nur sehr selten erlaubt dem Hobby als Schatzsucher nachzugehen. In vielen Bundesländern wie z. B. Brandenburg gibt es verständlicherweise hohe Strafen weil Raubgräber die Gräber plünderten.

Um dem Hobby wirklich nachgehen zu können, sollten Sie sich als Hobby-Archäologe in Ihrer Region einen Namen machen. Dann sollten Sie zur Denkmalschutzbehörde Ihrer Region Kontakt aufnehmen, ob Sie möglicherweise eine Sondergenehmigung erhalten können. Oft stellen Ihnen freundliche Landwirte ein Feld oder einen Acker zum Suchen zur Verfügung.

Generell gilt: Egal wo Sie auch graben und nach verborgenen Schätzen suchen, alles muss beim Verlassen wieder so aussehen, wie Sie selbst es aufgefunden haben. Große Löcher oder Müllberge sorgen dafür, dass Sondler immer weniger gern gesehen werden, was ja auch verständlich ist. Der gute Metallsuchgerätegänger zeichnet sich dadurch aus, dass er gefundenen Müll mitnimmt und ihn wie es sich gehört der fachgerechten Entsorgung zuführt. Außerdem informieren Sie sich vorher bei den regionalen Stellen ausführlich wie, ob und unter welchen Umständen Sie (auch auf Privatgelände) der Suche mit einem Metallsuchgerät nachgehen dürfen!!!

Verboten ist das Suchen mit dem Metallsuchgerät sowieso immer auf Bodendenkmälern und Grabungsstätten. Dort dürfen nur ausgebildete Archäologen nach Überresten der Vergangenheit suchen. Das ist auch sinnvoll, da durch Sondengänger häufig wertvolle Spuren der Vergangenheit einfach zerstört werden. Auch in Naturschutzgebieten darf wegen der Natur und den dort beheimateten Tierarten nicht mit dem Metalldetektor gesucht werden. Sollten Sie es dennoch tun und erwischt werden, ist eine hohe Geldstrafe sehr wahrscheinlich. Darum suchen Sie bitte in eigenem Interesse nur an Orten wo dies auch gestattet ist.

Ein guter Ort um ein Metallsuchgerät auszuprobieren ist ein Spielplatz oder ein Strand, denn hier kann man mit minimalem Aufwand den Detektor ausprobieren und schauen, wie das jeweilige Gerät auf welche Metalle reagiert.

4. Fund von Waffen, Waffenteilen und Munition

Die wichtigste Regel bei der Suche mit einem Metallsuchgerät besteht darin, keine Fundwaffen, Waffenteile oder Munition vom Fundort zu entfernen. Schon der Besitz genannter Objekte ist strafbar und kann zu empfindlichen Strafen führen. Auch wenn ein solcher Fund Glücksgefühle auslösen kann, handelt es sich letztlich um einen verbotenen und gefährlichen Gegenstand, der zur allgemeinen Sicherheit von den zuständigen Behörden vernichtet werden muss.



Wir bedanken uns recht herzlich bei der IG Phoenix Rhein-Main für das Metalldetektor-Merkblatt. Es enthält weitere wichtige und interessante Informationen für Sondengänger.